Reifen Simon Trier

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Reifen-Runderneuerung: Nachhaltige Alternative mit Zukunft

Reifen-Runderneuerung: Nachhaltige Alternative mit Zukunft

Die Reifen-Runderneuerung ist eine Technologie, die trotz ihrer Vorteile vielen Autofahrern noch unbekannt ist. Völlig zu Unrecht, denn runderneuerte Reifen bieten eine kostengünstige, umweltschonende Alternative zu Neureifen – ohne Kompromisse? Reifen Simon, Ihr Reifenexperte im Raum Trier, erklärt Ihnen, welche Vorteile die Runderneuerten bieten, wie sie hergestellt werden und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

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Was sind runderneuerte Reifen?

Neureifen kennt jeder und gebrauchte Reifen auch – runderneuerte Reifen sind eine Kombination aus beidem: Es sind hochwertige Pneus, die aus abgefahrenen Gebrauchtreifen hergestellt werden. Spezialisierte Firmen kaufen gebrauchte Reifen und tragen auf deren intakten Unterbau, die sogenannte Karkasse, eine neue Lauffläche auf. Das Ergebnis sieht aus wie ein Neureifen, kostet aber deutlich weniger als vergleichbare Modelle (Quelle: ADAC).

Die neue Laufflächenmischung kann dabei für Sommer-, Winter- oder Ganzjahresreifen ausgelegt sein und erfüllt die spezifischen gesetzlichen Anforderungen. Erkennbar sind die Runderneuerten an ihrer Kennzeichnung (runderneuert, retread oder retreaded) und dem Datum der Runderneuerung als DOT-Zahl.

 

So werden runderneuerte Reifen hergestellt

Die Herstellung runderneuerter Reifen ist ein hochtechnologischer Prozess, der strenge Qualitätskontrollen durchläuft. Zunächst werden die angelieferten Gebrauchtreifen einer Sicht- und Tastprüfung unterzogen. Bei dieser werden alle auffälligen Exemplare sofort aussortiert und „der stofflichen Verwertung zugeführt“ (Quelle: runderneuert.de).

Anschließend folgt die sogenannte Shearografie-Prüfung: Hierbei handelt es sich um ein zerstörungsfreies Verfahren mittels Laserstrahlen, das Defekte in der Karkasse aufdeckt, die äußerlich nicht sichtbar sind. Nur Reifen, die diese Prüfung bestehen und „runderneuerungsfähig“ sind, werden mit einer Raumaschine abgeraut und so die alte Lauffläche entfernt.

Die eigentliche Runderneuerung erfolgt in zwei unterschiedlichen Verfahren:

 

Kalterneuerung

Die Kalterneuerung kommt nur bei Nutzfahrzeugreifen zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird ein bereits vulkanisierter Laufstreifen verwendet, der mittels einer unvulkanisierten Bindgummimischung auf die Karkasse aufgebracht wird. Abschließend wird der Reifen in einem Autoklaven bei etwa 110° C abgeheizt (Quelle: runderneuert.de).

 

Heißerneuerung

Die Heißerneuerung wird vorwiegend für Pkw-Reifen eingesetzt. Hierbei wird auf die Karkasse unvulkanisiertes Material auf Lauffläche und Seitenwände aufgetragen. In einer Heizpresse wird der Reifen dann unter hohem Druck bei circa 165°C vulkanisiert (Quelle: runderneuert.de).

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Sicherheit von runderneuerten Reifen

Ein häufiges Vorurteil gegenüber runderneuerten Reifen betrifft ihre Sicherheit. Die Ängste sind jedoch unbegründet, denn die industrielle Runderneuerung ist eine bewährte Technik, die die Versuchsphase längst hinter sich gelassen hat. Im Nutzfahrzeugbereich, bei Landmaschinen und sogar im Motor-Rennsport wird sie schon lange eingesetzt. Zudem ist jeder Flugzeugreifen runderneuert – dies ist bei diesem Reifentyp bis zu zwölfmal möglich.

Ohnehin: Für runderneuerte Pkw-Reifen gelten strenge gesetzliche Vorgaben (auch bzgl. Sicherheit) und seit 2006 dürfen nur solche Runderneuerten verkauft werden, die nach EU-Norm (ECE R 108) geprüft wurden. Eine Karkasse von Pkw-Reifen darf zudem nur einmal runderneuert werden.

Ein kleines Manko gibt es dennoch: Da die runderneuerten Reifen nicht immer auf der gleichen Karkasse basieren, können sich die Fahreigenschaften der Räder unterscheiden. Laut ADAC achten „Reifenrunderneuerungsbetriebe mit hohem Anspruch an die eigene Qualität“ jedoch darauf, dass „die einzelnen Reifensätze möglichst aus Karkassen gleicher Herkunft bestehen“.

 

Umweltbilanz: Das große Plus runderneuerter Reifen

Der entscheidende Vorteil der Runderneuerung liegt nicht nur im vergünstigten Preis, sondern in der Umweltbilanz. Allein in Deutschland fallen rund 600.000 Tonnen Altreifen pro Jahr an (Quelle: ZARE) – und ein großer Teil davon wird nicht weiterverwertet.

Eine Runderneuerung gibt einer Karkasse hingegen ein neues Leben. Das hat laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, etliche Vorteile im Vergleich zu Neureifen:

  • etwa zwei Drittel der natürlichen Ressourcen werden eingespart
  • Fertigung verursacht rund 63% weniger CO2-Emissionen
  • Rollwiderstand und Laufleistung entsprechen vergleichbaren Neureifen
  • Reifen von Nutzfahrzeugen können bis zu dreimal runderneuert werden, Flugzeugreifen bis zu zwölfmal

 

Runderneuerte Reifen sind keine Eintagsfliege

Umweltbilanz und Preis sprechen für Runderneuerte und auch in puncto Sicherheit sowie Performance zeigen die Reifen ansprechende Leistungen. Vorteile, die abseits der Pkw-Welt längst bekannt sind. So nutzten laut der Fraunhofer-Studie bereits 2021 bundesweit etwa 28 Prozent der Lastwagen, Busse und Baufahrzeuge runderneuerte Reifen.

Lassen sich laut Prognosen die Marktanteile der Runderneuerten bis 2027 auf zehn Prozent (Pkw) und 40 Prozent (Nutzfahrzeuge) steigern, ließen sich jährlich ungefähr 234.000 Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht dem Ausstoß der Gasheizungen von rund 47.350 Einfamilienhäusern mit vier Personen.

 

Fazit

Runderneuerte Reifen sind ökonomisch wie ökologisch eine überzeugende Alternative zu Neureifen. Sie sind günstiger als vergleichbare Neureifen und besitzen eine gute Qualität sowie Sicherheit – wenn sie von zertifizierten Herstellern nach EU-Norm produziert wurden.

Dennoch gilt wie bei allen Reifen: Nicht vom Preis und dem EU-Reifenlabel blenden lassen und stattdessen einer fachkundigen Beratung und unabhängigen Tests vertrauen. Denn nur so finden Sie einen Reifen, der optimal Ihren individuellen Anforderungen entspricht.

Sie wollen sich über Reifen beraten lassen, wissen aber nicht wie, wo und wann? Reifen Simon in Trier hilft Ihnen weiter und bietet zugleich eine riesige Auswahl an Reifen und -herstellern.

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